Musik macht Spaß

Musik macht Spaß – Modell Sipbachzell

Der Musikverein Sipbachzell startete 2010 gemeinsam mit der Gemeinde, dem Kindergarten und der Volksschule das Projekt: „ Musik macht Spaß“ Modell Sipbachzell

Das gemeinsame Ziel
J
edes Kind in Sipbachzell soll die Chance bekommen, bis zur 4. Klasse Volksschule, sein musisches und musikalisches Talent zu entdecken.

Dies soll unter bester pädagogischer Leitung passieren, möglichst günstig sein und während, bzw. am Nachmittag im Anschluss an den Unterricht stattfinden.

Das Angebot beschränkt sich auf die Basisausbildung:

  • Musikalische Früherziehung in der Gruppe im Kindergarten und
  • Blockflöte, Eltern-Kind-Musizieren und Bläserklasse als Gruppenunterricht in der VS.

Das Modell soll eine gute Vorbereitung für den späteren Eintritt in eine OÖ. LMS sein. Alles auf freiwilliger Basis, mit verbindlicher Anmeldung und pauschalem Elternbeitrag.

Das Konzept

In der Gruppe lernen, üben, proben und mit gemeinsamen Auftritten das Erlernte präsentieren. Die Eltern und Verwandten können dabei die neu erlernten Fähigkeiten ihrer Kinder bewundern. Das Erlernte wird am Schulschluss nicht mit einer Note bewertet, sondern jeder wird bei den Aufführungen mit Applaus belohnt.

Jeder ist wichtig, jeder kann mitmachen, jeder wird gebraucht...

Das ist der Kreislauf der positiven Motivation, pädagogisch und wissenschaftlich bestätigt (siehe Detailinfo: Die macht der Musik).

Die Vorteile

  • Gemeinsames Erlernen unter gleichaltrigen Kindern im Ort.
  • Erfolgserlebnisse bei den Aufführungen.
  • Umfassende Talentförderung im Ort.
  • Praktisches, soziales Lernen.
  • Förderung in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.
  • Steigerung der Koordinations-, Reaktions-, Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit.
  • Kostengünstiger und professioneller Unterricht.
  • Entdecken und Erlernen einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung.

  

Die Macht der Musik !

Wer ein Instrument lernt, kommt besser durchs Leben.

Musikhören ist die liebste Freizeitbeschäftigung der 12 - 25 jährigen, so steht es in der Shell-Studie, die die Interessen und das Wertebewusstsein junger Menschen untersucht.

Überall tragen sie Musik mit sich herum, die Kopfhörerknöpfe im Ohr und den MP3-Player in der Jackentasche. Es ist längst kein Geheimnis mehr, wie sehr Musik die Entwicklung des Menschen fördert.

Der renommierte amerikanische Kognitionspsychologe Howard Gardner etwa hat eine Intelligenztheorie entwickelt, die auch emotionale und soziale Fähigkeiten einschließt. Er hält die musikalische Intelligenz für eine der wichtigsten Teilintelligenzen des Menschen.

Die Welt der Töne befähigt Kinder, ihre Umgebung besser zu verstehen und sich anderen mitzuteilen. Musizieren lässt die Verbindung zwischen den Nervenzellen beider Gehirnhälften besser wachsen, fördert Konzentration und Kommunikation. Dabei, so ergaben wissenschaftliche Studien, ist es besonders wichtig, selbst aktiv zu werden, zu singen, oder ein Musikinstrument zu spielen. Passives Konsumhören bringt nur wenig.

Kinder, die ab dem sechsten Lebensjahr kontinuierlich zwei Stunden Musikunterricht in der Woche haben, dazu ein Instrument lernen und es in einem Ensemble spielen, können nach drei Jahren ihre Intelligenzleistung und vor allem das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, folgt der Musikpädagoge Hans Günther Bastian aus einer Langzeitstudie an Grundschülern. Sie seien aufnahmefähiger, sozial kompetenter und selbstbewusster als unmusikalische Gleichaltrige. In Folgestudien wurden Bastians Beobachtungen bestätigt.

Mit Musikinstrumenten lassen sich zwar keine besseren Menschen schaffen, sicher jedoch Eigenschaften und Begabungen, die schon angelegt sind, fördern und vertiefen. Es gibt viele musische „Transfer-Effekte“, aber vor allem soll Musikunterricht den Kindern Spaß machen, da sind sich die Forscher einig. Gerade dann macht Musik besonders glücklich, wie es unter anderem der Neurowissenschaftler Vinod Menon und der Psychologe Daniel Levitin an der Universität Standford untersucht haben: Gern gehörte Melodien stimulieren Regionen im Gehirn, die dafür zuständig sind, den Körper mit angenehmen Gefühlen zu „belohnen“.

Deshalb ist es uns als Musikverein ein Herzensanliegen, dass jedes Kind in Sipbachzell, unabhängig von seiner sozialen und ethnischen Herkunft, die Chance auf eine zeitgerechte, qualifizierte und breit angelegte, musische und musikalische Talentförderung erhält.

Musik ist die einzige Sprache, die das Herz berührt und die man auf der ganzen Welt versteht

 

Obmann und Projektleiter

Grillmair Franz